Seniorenweihnachtsfeier diesmal in Klinga

(rl) Rentnerweihnachtsfeier traditionell, doch nicht wie immer – so könnte man die Veranstaltung der Gemeinde für ihre Ruheständler am Donnerstag bezeichnen. Zumindest für die Klingaer und Großsteinberger traf das zu. Beide Ortsteile feierten gemeinsam im neuen Gemeinde-Gemeinschaftszentrum in Klinga. Für die Großsteinberger wurde dafür extra ein Bus gechartert. Was das neu geschaffene Gebäude zu bieten hat, haben wir bereits in unserer Frühjahrswanderung eingehend vorgestellt.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Jürgen Kretschel folgte die Unterhaltung.
Am Programm waren wie jedes Jahr Kinder der Gemeinde beteiligt. Der Hort hatte sich wieder etwas Neues einfallen lassen. Und die Kleinen des Kindergartens Klinga wussten Bühne, Lautsprecheranlage und Mikrofon mit einer Selbstverständlichkeit zu nutzen, dass man nur staunen konnte (siehe Fotos). Es war wohl das erste Mal, dass die Gäste nicht nur die Darbietungen gesehen, sondern auch  gut gehört und akustisch richtig verstanden haben.
Die „Seelingstädter Herzdamen“ und die Posaunenbläser bildeten weitere Höhepunke im vorweihnachtlichen Programm.

Mit Getränken, Kaffeetafel und einem deftigen Abendessen wurde für das leibliche Wohl gesorgt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bauhofes gaben auch als Bedienung eine gute Figur ab. Die Gemeinde kann stolz auf sie sein. Aber das wissen wohl auch alle.

Da man sich ja nicht gänzlich unbekannt war, gab es zwischen den Einwohnern beider Ortsteile keine Berührungsängste. Es ist doch nicht allzu oft, dass man auf diese Weise mal zusammenkommt.
Fotos: Rolf Langhof

Wetterrückschau

Elvira Zupan misst und notiert die Niederschläge

Elvira Zupan misst und notiert die Niederschläge

 

 

Elvira Zupan hat wieder die Niederschlagsmengen gemessen, diesmal von September und Oktober 2014.
So fielen im September 66 l/m² und im Oktober 33,3 l/m² Regen. Insgesamt, so meint sie, war es zu warm. Vielen Dank Elvira Zupan.

Sitzung des Gemeinderates

(rl) Am gestrigen Donnerstag, dem 27. 11. 2014, trafen sich Bürgermeister und Gemeinderäte zu ihrer turnusmäßigen Sitzung, diesmal im Seniorentreff in Großsteinberg.
Anwesend waren fast alle Mandatsträger, wer fehlte, war entschuldigt.
Konzentriert und engagiert wurde die Tagesordnung abgearbeitet.
Wer am Morgen die LVZ gelesen hatte, wusste, dass noch ein Beschluss gefasst werden musste, der aufgrund seiner Aktualität nicht mehr Eingang in die Tagesordnung finden konnte. Mit Zustimmung der Abgeordneten fügte man ihn als Ergänzung nach Pkt. 8 (sieh unten) in die Tagesordnung ein. Es handelt sich um eine neue Bemessungsgrundlage für die Kosten der Verwaltungsarbeit in der Verwaltungsgemeinschaft von Naunhof, Parthenstein und Belgershain. Strittig war nicht der Beschluss an sich, sondern der Zeitpunkt des Inkraft tretens. Indem die Gemeinderäte den bisherigen Beschluss aufhoben und einen neuen, angepassten fassten, behoben sie die rechlichen Mängel.

Tagesordnung in gekürzter Form
1. Begrüßung durch den Bürgermeister und Bestätigung der Tagesordnung
2. Feststellung der Beschlussfähigkeit
3. Kontrolle der Niederschrift vom 16.10.2014
4. Einwohneranfragen
5. Beratung zum Haushaltplan 2014
6. Beratung und Beschlussfassung zur Niederschlagung von Mietforderungen
7. Beratung und Beschlussfassung Ratenzahlung für Gewerbesteuer
8. Beschlussfassung zur Annahme von Spenden für Rentnerweihnachtsfeier 2014
Einfügung: Beratung und Beschlussfassung zum Inkrafttreten des Beschlusses zur geänderten Bemessungsgrundlage für die Verteilung der Kosten für die Verwaltungsgemeinschaft
9. Anfragen der Gemeinderäte
10. Informationen des Bürgermeisters

Lesen Sie dazu bitte auch in der nächsten Ausgabe der Kommunalrundschau

Bürgermeister und Gemeinderat

Bürgermeister und Gemeinderat                                                                          Foto: Rolf Langhof

Schmiede in Großsteinberg?

A_IMG_01(rl) Fragen Sie doch mal in Großsteinberg, ob es im Dorf noch eine Schmiede gibt. So ziemlich Jeder wird diese Frage verneinen. Nur wenige Eingeweihte wissen, dass sich Frank Palloks, der in der Querstraße ein Haus mit etwas Grundstück sein eigen nennt, eine kleine Schmiede eingerichtet hat.

Schon seit längerem liebäugelt der Maschinenbau-Ingenieur mit dem uralten Gewerk der Schmiede. Vom Vater her angesteckt, fasziniert ihn alles, was man mit Amboss, Hammer und Feuer herstellen kann. Bei einer Urlaubsfahrt konnte er in etwas nördlicheren Regionen eine Feldschmiede auftreiben. Auch ein Amboss fand sich. Jetzt ruht er auf einem Buchenstamm, der wiederum auf einem 8o cm in den Boden eingelassenen Betonklotz steht. Dass er in der Nähe den unbedingt notwendigen Schmiedekoks erhält, freut ihn. Nur so ist ein ordentliches Schmiedefeuer zu entfachen. Auch dringend benötigtes Werkzeug hat sich Palloks so nach und nach beschafft. „Ein Schmied braucht einen Hammer und viele Zangen“, so der Hobbyschmied. Und so manches Stück Stahl oder Eisen findet sich inzwischen in einer Kiste. Der interessierte Besucher staunt, wenn Frank Palloks die Unterschiede erläutert. Seine Kenntnisse hat er sich angelesen, aber auch in der Praxis erworben. Dazu hat er Kontakte zur Schmiede in Klosterbuch geknüpft und sich dort viele praktische Ratschläge geholt.

Auf die Frage, ob er denn nun neben seiner Berufstätigkeit die Schmiede gewerblich betreiben möchte, hob er abwehrend beide Hände. Das sei keinesfalls zu machen, da verdiene er ja nicht einmal die Gebühren. Sonntags käme das Hämmern auf dem Amboss nicht in Frage und in der Woche ist kaum Zeit. Natürlich werde er einem Freund oder Nachbarn mal einen Meisel aufarbeiten oder bei ähnlichem Bedarf helfen. Er habe aber zur Zeit so viele Ideen, was er für sich anfertigen möchte, dass er auf lange Sicht zu tun habe. So zeigte er selbst angefertigte Messer, reparierte Werkzeuge, einen Knauf für ein Schüreisen und andere Teile. Palloks gehört wohl zu den wenigen Schmieden, die ebenso gut mit Holz umgehen können. Die Stiele für seine Werkzeuge sowie für die Messer fertigt er selbst. Und er fertigt sie gut. Wenn man besonders viel Glück hat, fertigt Frank Palloks für seinen Besuch auch mal einen „Glücksnagel“ an, so auch in unserem Fall. Der Nagel wird einen Ehrenplatz erhalten.

Wenn man also mal die Querstraße entlang geht und einen Hammer auf Eisen schlagen hört, ist einer mit Leib und Seele dabei, sich in ein uraltes Gewerk einzuarbeiten und zu -fühlen. Fotos: Rolf Langhof

Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt

Überall in Deutschland gedenkt man am Volkstrauertag der Opfer von Krieg und Gewalt. In der Gemeinde Parthenstein geschieht dies reihum in den Ortsteilen an den dafür vorgesehenen Stätten, in diesem Jahr am Eingang zur Kirche in Klinga. Bürgermeister Jürgen Kretschel legte für die Gemeinde einen Kranz nieder und verwies in seinen Worten auf die aktuelle Situation in der Ukraine und in Syrien. Erinnerung hat nur dann einen Sinn, wenn sie mit dem Willen verbunden ist, daraus Lehren zu ziehen und die Zukunft friedlicher zu gestalten.
Pfarrer George las aus den Kindheitserinnerungen einer Frau, die das Einschlagen der Todesnachricht vom Vater zu Hause selbst miterlebt hat und die beschreibt, wie tief sie dieses Erlebnis traf und sie immer noch belastet. Mit dem Abspielen des Songs „Where Have All the Flowers Gone“ von Pete Seeger der von Max Colpet ins deutsche übertragen und der älteren Generation von Marlene Dietrich interpretiert, bekannt ist, unterstrich Herr George die nachdenkliche Stimmung, von welcher die Teilnehmer der Veranstaltung ergriffen wurden.

Einschließlich der zwei Redner und des Muldentalzeitungs-Journalisten waren es zwölf – zwölf von über dreitausend.
Fotos: Rolf Langhof

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