Die „Cassellys“ scheinen ihren Weg gefunden zu haben. Schon mehrfach waren Sie in Großsteinberg. Sie arbeiten mit Schulen zusammen. Für rund eine Woche geben sie den beteiligten Kindern das Gefühl, für diese Zeit selbst Artisten zu sein. Sie erfahren, wozu sie mit ihrem Körper und ihrem Darstellungsvermögen fähig sind – eine nützliche Erfahrung.
Im Jahre 2014 konnte der Zirkus noch auf dem Schul- und Hortgelände aufgebaut werden. Da dieser Platz wegen anderer Nutzung nicht mehr zur Verfügung steht, ist man auf das Sportgelände ausgewichen. Eine vertretbare Alternative. Fotos: Ale Rechte bei Rolf@Langhof.de
28.Juli 2026 – Waldemar und Siegfried Wende beim Bürgermeister Die Brüder Wende waren auf der Flucht aus Schlesien bis nach Großsteinberg gekommen und lebten im Klassenzimmer der Alten Schule. Waldemar war zu dieser Zeit 9 Jahre alt, Siegfried kam hier in Großsteinberg in der Gemeindeschwestern-Station zur Welt. Sie hatten beim Bürgermeister angerufen, um einen Ansprechpartner zu haben, da sie in Großsteinberg die ihnen noch im Gedächtnis gebliebenen Orte aufsuchen wollten. Bürgermeister Kretschel bat den Ortschronisten Rolf Langhof an diesem Treffen teilzunehmen. Pünktlich 10:00 Uhr versammelte man sich im Büro von Jürgen Kretschel. Beide Brüder waren in bester Verfassung. Waldemar ist in Cottbus zu Hause und Siegfried in Niesky. Sie erwiesen sich als angenehme Gesprächspartner. Waldemar Wende konnte sich noch an vieles erinnern. Er hatte sich auf dieses Gespräch akribisch vorbereitet und 4 DIN A4-Seiten mit Stichworten beschrieben (siehe weiter unten). So erfuhren wir vieles über Flucht und Vertreibung. Der Vater wurde im 1. Weltkrieg verwundet und war daher nicht bei der Wehrmacht. Dem ältesten Sohn der kinderreichen Famile fiel die Stelle des Familienvorstandes zu. In Eile wurde das Nötigste auf einen Pferdewagen gepackt und die 10-köpfige Familie – Mutter schwanger – machte sich auf den Weg ins Ungewisse. Vater Wende erkundete als stellvertretender Treckleiter mit dem Fahrrad die Wege nach deren Befahrbarkeit.
Eine Station war unter anderem Großsteinberg. Die 10 Personen fanden im damaligen Kindergarten in der Alten Schule eine Unterkunft. Wo die Mutter das Essen zubereitet hat, konnte Waldemar nicht berichten. Er, seine Geschwister und Dorfkinder verbrachten ihre Zeit auf der Straße. Die Pferde kamen beim Bauern Kötz unter. Dort kam dann auch das Fohlen zur Welt. Der Vater und der älteste Bruder fanden bei Kötz Arbeit. Vermutlich konnten sie auf diese Weise die Ernährung der Familie sicherstellen. Inzwischen, am 28. Juni 1945, kam auch Siegfried Wende zur Welt. Die damalige Gemeindeschwestern-Station diente als Entbindungsstation. Der Treck zog Richtung Bayern weiter. Wegen des Babys und auch wegen des noch so jungen Fohlens blieben die Wendes. Die Gesprächsrunde beim Bürgermeister Kretschel dauerte runde zwei Stunden. Da Waldemar Wende gerne noch die Alte Schule und den ehemaligen Bauernhof von Bauer Keks (so hatte er den Namen Kötz in Erinnerung) sehen wollte, erklärte sich Chronist Langhof bereit, beide zu begleiten. Waldemar kamen dabei immer neue Erinnerungen. Der Besuch beim heutigen Anwesen Zupan, der Enkelin von Kötz, verlief sehr positiv. Frau Zupan war gerade anwesend und bereit, sich mit den beiden Brüdern auszutauschen. Das war für alle drei hoch interessant. Anschließend besuchten wir noch die Alte Schule. Die Unterkunft bestand nur aus dem ehemaligen Klassenzimmer. Im oberen Stockwerk, der früheren Lehrerwohnung, lebte derzeit eine ältere Frau. Zu anderen Räumlichkeiten hatten die Wendes keinen Zugang. Eine kurze Besichtigung der Kirche rundete den Besuch ab. Gegen 13:00 Uhr verabschiedete man sich. Die beiden Wendes waren sehr zufrieden. Laut Aussage hatten sich ihre Erwartungen mehr als erfüllt. Für die Ortschronik ist es ein unbezahlbarer Gewinn.
Von links: Waldemar Wende, Bürgermeister Jürgen Kretschel, Siegfried Wende
Ehemaliges Bauerngut Kötz, heute Zupan – von links Waldemar Wende, Elvira Zupan, Siegfried WendeAlte Schule – von links Siegfried Wende, Waldemar WendeEingang alte SchulstubeBlick auf den Ein-/AusgangBlick Richtung Straße
Am 04.08.2026, kam es gegen 9:05 Uhr im Kreisverkehr an der Leipziger Straße in Grimma zu einem Verkehrsunfall mit anschließender Fahrerflucht. Die Fahrerin eines grauen Skodas Octavia befand sich bereits im Kreisverkehr und wollte die dritte Ausfahrt in Richtung PEP nehmen. Eine Fahrerin, die aus Richtung Grimma-Stadt kam, fuhr in den Kreisverkehr ein, nahm ihr die Vorfahrt und kollidierte seitlich mit ihrem Fahrzeug. Die geschädigte Fahrerin rollte anschließend zur nächsten Ausfahrt und hielt dort an – nicht nur wegen des Schadens, sondern vor allem, um zu prüfen, ob es ihrem noch nicht einmal zwei Monate alten Baby gut geht, das mit ihr im Auto saß. Die andere Fahrerin hielt jedoch nicht an. Sie verließ den Kreisverkehr auf der gegenüberliegenden Seite mit hoher Geschwindigkeit in Richtung stadtauswärts. Gesucht wird: * ein schwarzer BMW 3er * Leipziger Kennzeichen „L-…“ * am Steuer vermutlich eine blonde Frau mittleren Alters * das Fahrzeug könnte durch den Zusammenstoß frische Unfallspuren oder Beschädigungen aufweisen Der Vorfall wurde bei der Polizei angezeigt. Es liegen außerdem Video- und Fotoaufnahmen des Fahrzeugs vor, welche durch die Polizei gesichert wurden. Die Ermittlungen gegen die Fahrerin des schwarzen BMWs laufen aktiv. Wer das Fahrzeug gesehen hat, sich an Teile des Kennzeichens erinnert oder Hinweise zur Fahrerin geben kann, meldet sich bitte bei der Polizei Grimma (03437/708925257). Auch kleine Hinweise können entscheidend sein. Bitte teilt diesen Beitrag – vielleicht erreicht er die Fahrerin oder jemanden, der das Fahrzeug kennt. Text und Fotos S.R.
Seit einigen Tagen ist der Verkehr am Ortsausgang Naunhofer Straße nur einseitig möglich und wird per Ampel geregelt. Der Grund: Hier finden Tiefbauarbeiten am Stromnetz statt.
Für den gestrigen Ostersonnabend, dem 4. April, hatten die Freunde der Freiwilligen Feuerwehr Großsteinberg e.V. und die Freiwillige Feuerwehr Großsteinberg zum traditionellen Osterfeuer eingeladen. Ort: Beiersdorfer Weg – Zeit: 17:00 Uhr Um 17:30 Uhr trafen sich alle, die mitgehen wollten, am Gerätehaus der Feuerwehr zum ebenso traditionellen Fackelumzug. Dieser führte die Werner-Seelenbinder-Straße entlang bis zur Nordstraße, bog dann ab in die Querstraße, führte weiter über die Bergstraße und kam schließlich am Beiersdorfer Weg an. Die Fackeltäger durften dann den hoch aufgeschichteten Reisighaufen in Brand stecken. War es am Morgen noch trüb und regnerisch, klarte es allmählich auf und am Abend konnte man sich über wärmende Sonnenstrahlen freuen. Damit war auch der Zeltaufbau nicht nötig. An Besuchern mangelte es nicht. Die bereitgestellten Bänke waren besetzt und am Verkauf von Rostern und Getränken gab es reichlich Hungrige und Durstige. Zur Jahreshauptversammlung am 21. Februar 2026 hatte der Verein einen neuen Vorstand gewählt. Er wird nun geführt von: 1. Vorstand Julia Morenz-Thiel 2. Vorstand Paul Kühn Schatzmeisterin Heike Kühn Schriftführer Eric Seelinger. Im erweiterten Vorstand ist Sebastian Thiel tätig. Die Veranstaltung des diesjährigen Osterfeuers war also für den neuen Vorstand die erste Bewährungsprobe. Sie wurde mit Bravour bestanden. Fotos: Rolf Langhof – alle Rechte bei Rolf@Langhof.de