Wer kann helfen?

Gesucht wird/werden ein oder mehrere Fachleute, die in der Lage sind, das unten abgebildete Flügelrad zu identifizieren und einem Gerät zuzuordnen.

Informationen, soweit sie vorliegen:

  • das Material besteht aus einer Aluminiumlegierung
  • der Durchmesser beträgt ca. 80 cm
  • gefunden wurde es etwa 1943 auf einem Großsteinberger Acker
  • wiederentdeckt wurde es dieser Tage bei Aufräumarbeiten in einem ehemaligen Bauernhof

Hilfreiche Informationen werden gern entgegengenommen unter chronik@steynberc.de

Für Ihre Bemühungen schon jetzt recht herzlichen Dank.

Rolf Langhof

Ortschronist von Großsteinberg
Ortsteil der Gemeinde Parthenstein

Foto: Rolf Langhof

80 Jahre Freiwillige Feuerwehr in Großsteinberg

Der Termin liegt zwar im Dezember, doch was machen bei 8o Jahren schon ein paar Monate für einen Unterschied. Die Kameraden dachten sich offenbar, schlechtes Wetter haben wir bei Veranstaltungen schon genug gehabt, feiern wir also im Sommer.

Seit einiger Zeit vollzieht sich eine neue Entwicklung in der Truppe. Förderverein und Feuerwehrfrauen und –männer möchten ihre Wahrnehmung in der Bevölkerung verbessern und erhöhen. Was sie in Ausbildung und Einsätzen leisten, verdient ohnehin hohe Anerkennung. Doch man möchte mehr. Man möchte auch als ein Aspekt im Gemeindeleben gesehen werden.
So wollten die Aktiven in Verein und Truppe auch die Geburtstagsfeier nutzen, um dem gesteckten Ziel näher zu kommen. Mathias Luft und Sebastian Thiel und mit ihnen noch einige andere haben einen hohen Aufwand betrieben, um dieses Fest vorzubereiten. Viele Bittgänge waren nötig, um das Geld, ohne das so etwas nun mal nicht geht, zusammen zu bringen. Tausend kleine Dinge sind im Vorfeld zu tun, die die Öffentlichkeit nicht sieht, nicht sehen kann.  
Profitiert haben die Kameraden von der Unterstützung durch die Kolleginnen und Kollegen aus der Gemeinde und der Region. Bereitschaft dazu sowie der Zusammenhalt sind vorhanden. Und so konnte ein Festzug zusammengestellt werden der sehenswert war.
Der jetzige Leiter der Großsteinberger Feuerwehr, Sebastian Thiel, hielt beim Appell eine Ansprache an seine Mannschaft, Bürgermeister Jürgen Kretschel nahm nach seiner Begrüßungsansprache noch einige Auszeichnungen vor. Als Gastredner war der Beigeordnete des Landrates Gerald Lehne anwesend. Er hob besonders die Bedeutung des Ehrenamtes hervor und schließlich fand auch Gemeindewehrleiter Sven Medicke die passenden Worte, um Frauen und Männer weiterhin für ihre selbst gewählte Aufgabe zu motivieren. 
Für ein Nachmittags- und Abendprogramm war von den Verantwortlichen gesorgt worden. Die gnadenlose Tropenhitze wird tagsüber so manch einen davon abgehalten haben, die Veranstaltung zu besuchen. Auch das Seefest spielte nicht gerade in die Karten der Feuerwehr. Ein paar mehr Besucher hätten die Geburtstagskinder aber schon verdient gehabt.
Wir wünschen der Großsteinberger Feuerwehr auf dem eingeschlagenen Weg viel Erfolg und wachsenden Zuspruch durch die Bevölkerung. Vielleicht interessiert sich doch die eine oder der andere im jugendlichen Alter für die vielfältigen Aufgaben bei der Feuerwehr. Erkundigen Sie sich als Eltern bei Sebastian Thiel oder natürlich auch bei der Gemeindeverwaltung. Dort wird man Ihnen weiter helfen.

Fotos: Monika und Rolf Langhof; Fotos vom Ballonglühen: Mathias Luft

 

In der LVZ gefunden – Ausgabe 25.7.2018

Text:
Gegen die anhaltende Dürre setzte die Gemeinde Parthenstein jetzt schwere Technik ein. „Zwei Mitarbeiter des kommunalen Bauhofs, einer davon Gemeindewehrleiter Sven Medicke, gossen die öffentlichen Grünanlagen, damit die Pflanzen am Leben bleiben“,
sagte Bürgermeister Jürgen Kretschel (parteilos), der den Auftrag ausgelöst
hatte, das Grethener Löschfahrzeug dafür einzusetzen.
Das Wasser stammte vom Brunnen am Sportplatz Großsteinberg. 1200 Liter fasst
das Fahrzeug, jeweils eine Tankladung ging für Klinga und Großsteinberg drauf.
„Mit Kanistern und Kannen wäre die Aufgabe nicht zu schaffen gewesen“,
erklärte Kretschel, demzufolge die Löschaktion in den Rabatten durchaus
das Zeug hat, in anderen Kommunen Nachahmer zu finden. „Das kostet zwar
Geld, aber es wäre viel teurer, einen Ersatz für die vertrockneten Pflanzen zu
kaufen“, sagte er.
Frank Pfeifer

Sommerzeit – Erntezeit

Getreideernte in vollem Gange

Wie jedes Jahr im Sommer richten sich die Landwirte auf die Getreideernte ein. Regelmäßig ging früher der Blick zum Himmel. Der Bauer konnte aus den verschiedenen Anzeichen recht genau ablesen, wie sich das Wetter entwickelt. Heute schaut man eher aufs  Smartphon oder studiert die Wetterkarte auf dem Bildschirm. Denn trocken muss es sein, um das Getreide möglichst verlustfrei einzubringen. Nun, Sonne und Trockenheit haben wir bisher im Übermaß. Feldbrände machen das allzu deutlich. 
Überall hört man die typischen Geräusche der Mähdrescher und der Traktorgespanne, die das geborgene Getreide abfahren.

 

Auf einer geschätzten Breite von 5 m (Mähdrescher gibt es bis zu einer Schnittbreite von 12 m ) schneidet die Maschine das Getreide und drischt es aus.

Im eigenen Bunker wird das Korn zwischengespeichert.

Das bereit stehende Traktorgespann nimmt das Getreide aus dem Bunker auf und bringt es zum Bestimmungsort.

Obiges Foto ist 1927 entstanden, doch noch vor etwa 70 Jahren konnte man solche Flügelmäher auf den Feldern antreffen. Von Pferden gezogen, mähten sie das Getreide. Auffällig ist die Höhe des Getreides. Das Stroh wurde zur Einstreu für das Vieh gebraucht. Als Dung kam es später wieder auf die Felder. Heute liegt das Vieh nicht mehr auf Stroh und so hat man Sorten gezüchtet, die auf einem möglichst kurzen Halm stehen, der nach dem Mähen auf dem Feld verbleibt.

Das geschnittene Getreide wurde, meist mit Hilfe einer Sichel, im Arm zu sogenannten  Garben zusammengerafft und mit Strohseilen, die man mit wenigen Handgriffen aus dem vorhandenen Getreide herstellte, gebunden. In Puppen zusammengestellt konnten die Ähren noch trocknen und nachreifen. Das Raffen der Garben erledigten in der Regel Frauen, Seile banden die mithelfenden Kinder. Ohne die Arbeitsbelastung der heutigen Mähdrescherfahrer gering schätzen zu wollen, war die damalige Erntearbeit unvergleichlich anstrengender.
Hat das Getreide schließlich die nötige Reife und Trocknung erreicht, wird es gedroschen, d.h., das Korn wird von der Ähre getrennt. Dazu fuhr man mit der Dreschmaschine auf den Druschplatz oder gleich aufs Feld. Mit einem Traktor und Treibriemen, einem Dieselmotor oder, wie hier, mit einer Dampfmaschine (rechts im Bild der Rauchabzug) wurde sie angetrieben. 
Auf dem Bild sehen wir in der Mitte die Maschine. Auf dem Wagen davor befindet sich das Erntegut, das dem Bediener Garbe für Garbe zugereicht wird. Zuvor musste das Strohseil wieder geöffnet werden. Auch das war oft eine Arbeit für größere Kinder.
Links sieht man die leer gedroschenen und gepressten Strohballen aus der Maschine kommen. Sie werden sofort verladen. An der Gegenseite der Dreschmaschine werden die leeren Säcke angehängt, in die die gewonnen Getreidekörner fallen. Die vollen Säcke werden ebenfalls verladen und abtransportiert. Dass man hier mit der ständigen Gefahr eines Brandes arbeitete und froh war wenn alles gut gegangen ist, lässt sich leicht nachvollziehen. Bilder: Farbfotos Rolf Langhof, Schwarzweißfotos: Archiv der Ortschronik Großsteinberg – Alle Rechte bei der Ortschronik Großsteinberg, Gde. Parthenstein.