Heute wurde in Großsteinberg am ehemaligen Rittergut ein weiterer Mast aufgestellt, der für das vorgesehene Funknetz unverzichtbar ist. Man sieht, dass sich etwas tut. Es geht langsam voran, viel zu langsam für die Internetnutzer und für ein Land, das sich zu den Hochtechnologieländern zählt. Doch am wenigsten kann man den Feder führenden zwei Firmen Nachlässigkeit vorwerfen. Es sind die Vertragspartner, denen offenbar das nötige Interesse fehlt. Also warten wir geduldig weiter. Was anderes bleibt uns wohl ohnehin nicht übrig.
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„Muldental in Fahrt“
Wer in diesen Tagen durch die Ortschaften der Gemeinde Parthenstein fährt, sieht immer mal wieder verhüllte Verkehrszeichen stehen. Dabei handelt es sich um Zeichen für Bushaltestellen. Auf Nachfrage wurde uns von der Gemeindeverwaltung der folgende Text zur Verfügung gestellt mit dem Hinweis, dass er auch in der nächsten Ausgabe der Kommunalrundschau nachzulesen ist:
Der fährt und fährt und fährt…
Modellprojekt „Muldental in Fahrt“ ermöglicht eine völlig neue Nahmobilität im Landkreis Leipzig.Mit der Umsetzung des Modellvorhabens „Muldental in Fahrt“ im Bereich des ehemaligen Muldentalkreises und damit auch in Parthenstein mit seinen Ortsteilen erfolgt ein Umdenken in Sachen Nahverkehr in ländlichen Regionen: weg von der Ausdünnung des Busverkehrs und vom reinen Schulbus hin zu einem richtig attraktiven Mobilitätsangebot für alle rund 100.000 Einwohner im Muldentalgebiet. Ein ausgeklügeltes Regionalbusnetz aus vertakteten Buslinien mit Anschluss zur S-Bahn Linie 4 (Wurzen – Hoyerswerda), der Saxonia-Linie (Leipzig–Dresden), dem Geithainer (Geithain–Leipzig) sowie zum RE 6 (Leipzig–Chemnitz) und der RB 110 (Leipzig–Döbeln) ermöglicht das künftig. Zahlreiche neu eingerichtete Haltestellen sowie zusätzliche Fahrplanangebote auch abends, an den Wochenenden und in den Ferien runden ab dem 7. August 2017 das neue Mobilitätsangebot ab. Damit ergeben sich nicht nur für Pendler völlig neue Möglichkeiten, auch ohne Auto zur Arbeit zu fahren. Auch ältere Bürger, Schüler und Touristen profitieren vom neuen Busnetz. Der Freistaat Sachsen und Landrat Henry Graichen stehen voll und ganz hinter dem Modellprojekt. So betonte er: „Die Vorteile, die sich durch einen Ausbau des ländlichen Nahverkehrs ergeben, sind vielschichtig – sei es die Stärkung von Handel und Gewerbe in der Region, die bessere Vernetzung von Leben und Arbeit oder die Steigerung der Lebensqualität für mobilitätseingeschränkte Menschen – am Ende gewinnen wir alle.“
PlusBus und TaktBus
PlusBusse verkehren mindestens im 1h-Taktung von Montag bis Freitag mit Wochenendangeboten samstags und sonntags.

TaktBusse verkehren mindestens im 2-h-Takt von Montag bis Freitag mit einem zusätzlichen Samstag-Angebot.

Im gesamten Projektgebiet verkehren bisher sechs PlusBus-Linien und drei 2h-Takt-Linien, die dem zukünftigen TaktBus-Angebot entsprechen.
Die Anzahl der PlusBus-Linien, die stündlich fahren, verdoppelt sich von 6 auf 12. Zusätzlich verdoppelt sich auch die Anzahl an TaktBus-Linien von 3 auf 6, die ab dem 7. August 2017 im Muldental verkehren.
Fast 60 Orte werden dann im Taktverkehr auch am Wochenende angebunden sein, bislang waren es nur 30.
Veränderungen für Parthenstein
Die Parthensteiner Bürgerinnen und Bürger können sich auf das Modellvorhaben freuen, denn auch Parthenstein wird ab dem 7. August 2017 von einem veränderten ÖPNV-Angebot profitieren.
Buslinienveränderungen
Die neue PlusBus-Linie 644 wird im 1-Stunden-Takt nach Brandis und Grimma verkehren. Dabei werden am Bahnhof in Grimma Anschlüsse von/nach Leipzig ermöglicht. Zusätzlich kann am Grimmaer Bahnhof in Linienbusse in verschiedene Richtungen des Muldentals, u. a. nach Bad Lausick, Colditz, Bröhsen, Nerchau, Seelingstädt, Brandis, Pomßen umgestiegen werden. Am Markt in Brandis wird der Übergang zu den PlusBus-Linien 640 und 689 eingerichtet.
Die Linie 690 wird ebenfalls zum PlusBus im 1-Stundentakt mit angepassten Fahrzeiten aufgewertet. In Grimma und Leipzig werden jeweils Bus- und Bahnübergänge in verschiedene Richtungen hergestellt.
Auch die Linie 640 verkehrt ab Sommer im 1-Stunden-Takt als PlusBus-Standard. Diese Linie verkehrt ab Sommer neu über Beucha Bahnhof. Anschlusspunkte zur Bahn aus/in Richtung Leipzig werden in Beucha und am Bahnhof in Naunhof in Richtung Grimma ermöglicht. Zusätzlich bestehen entlang des Linienverlaufs Busumstiegsmöglichkeiten zur Linie 644 und 689 am Brandier Markt und zur Linie 641 am Bahnhof in Naunhof.
Die Linie 645 bleibt als Schülerlinie erhalten. Durch eine geänderte Linienführung und Fahrzeitanpassungen werden ab Sommer zusätzlich die Ortschaften Köhra, Belgershain und Großpösna angebunden.
Niederschläge Mai / Juni
Seit Jahren zuverlässig misst Elvira Zupan die Niederschläge. In Abständen von zwei Monaten gibt sie die Ergebnisse an steynber.de weiter. Dafür ein großes Dankeschön.
Für den Monat Mai 2017 ergaben das 29,7 l/m².
Das ist nicht viel und für die Landwirtschaft entschieden zu wenig.
Im Juni hat es mehr geregnet. Die Messergebnisse liegen bei 83,5 l/m².
Foto: R. Langhof
Erntezeit
Und wieder ist es an der Zeit, dass Mähdrescher über Getreidefelder rollen. Dieser Tage ernteten sie die Gerste im Winkel von Pomßener Landstraße und Eisenbahnstrecke. Wir hatten kaum Regen, aber viel Sonne und hohe Temperaturen. Und so war es eine staubige Angelegenheit, wie man auf den Bildern sehen kann.
Noch zu Zeiten von Großeltern und teilweise auch noch der Eltern wurde das Getreide mit der Sense gemäht, in Puppen aufgestellt und, sobald es den richtigen Trockengrad erreicht hatte, mit dem Pferdefuhrwerk in die Scheune gefahren und dort gedroschen.
In der Regel hatte man schon Dreschmaschinen.
Der Begriff „Dreschen“ kommt übrigens aus der Zeit vor der Dreschmaschine, als man noch mit dem sogenannten Dreschflegel, einem Stiel mit an der Spitze beweglich befestigtem Rundholz, auf das am Boden liegende Getreide eindrasch. So trennte man das Getreidekorn von der Ähre. Anschließend musste man noch die die „Spreu vom Weizen trennen“. Das geschah mit einem Sieb und unter Ausnutzung eines leichten Windes. Auch dieser Ausdruck wird heute noch verwendet, wenn man Wichtiges von Unwichtigem trennt. Und wenn sich durch ungünstige Witterung kein richtiges Korn in der Ähre entwickelt hat, hat man schließlich auch noch „leeres Stroh gedroschen“.
Fotos: Rolf Langhof
DSL in Parthenstein
Im Gespräch mit Steffen Rostock, Chef der Rostock Kommunikationstechnik Grimma, erfuhren wir zum aktuellen Stand des Ausbaus der DSL-Versorgung der Gemeinde Parthenstein Folgendes:
An den ersten 5 Standorten ist die Kollogation (DSL-Aufschaltung auf die Schaltkästen der Telekom und die Verteilung auf die einzelnen Teilnehmer) mit T-Com abgeschlossen. Der Lizenzbandlink von Grimma nach Großsteinberg läuft.
Zur Zeit wartet man noch auf einen Schweißer, der im Silo Pomßen den Mast anschweißt. Urlaub und Krankheit geschuldet verzögern sich hier die Arbeiten.
Die benötigte Hardware ist noch nicht komplett geliefert. Auch Envia ist im Verzug. Die Stromanschlüsse in der Bergstraße, der Alten Dorfstraße und der Großsteinberger Straße in Pomßen stehen noch aus.
Das MFG (Multifunktionsgehäuse) Alte Dorfstraße steht. Hier ist der Aufwand etwas größer, da der Mast Ecke Alte Dorfstraße/Naunhofer Straße seinen Standort haben wird. Er wird nächste Woche gesetzt. Dazu sind 70m Schachtarbeiten nötig.
MFG Großsteinberg am See stehen ebenfalls. Bei beiden fehlen noch Strom und Kollogation.
Schon aus eigenem Interesse drängen beide Feder führenden Firmen, die Rostock Kommunikationstechnik Grimma und die Drahtlos-DSL GmbH Mittelsachsen auf einen baldigen Abschluss der Arbeiten. Leider hapert es immer wieder an bestimmten Zuarbeiten, die durchaus schneller erledigt werden könnten.
Auch Verwaltungsentscheidungen lassen auf sich warten. Der Standort Hauptstraße Klinga liegt nicht auf Gemeindeland. Eine beantragte notwendige Genehmigung des Landkreises liegt bis heute nicht vor. Das ist nicht nachzuvollziehen, da gerade von staatlicher Seite die Notwendigkeit der DSL-Versorgung „auf dem flachen Lande“ immer wieder betont wird.
Komplikationen gibt es auch am Standort Bahnhofstraße Großsteinberg, zu denen sich Rostock aber erst später äußern möchte.
Dennoch besteht für Interessenten schon heute die Möglichkeit, sich näher zu informieren unter der Telefonnummer 034293-489009 – siehe auch Titelfoto.
Wir bedanken uns bei Steffen Rostock für das freundliche Gespräch. Foto: Rolf Langhof






