Karpfenernte am Oberteich

Eigentlich sollte das Abfischen ja schon im vergangenen Herbst stattfinden. Doch Gerd Heinitz fand keinen freien Termin; die Arbeit ging vor und die Karpfen hatten noch eine Galgenfrist. So traf er sich mit Jens Pein und Freunden am gestrigen Sonnabend am Teich und bei stark abgesenktem Wasserstand ging das Einfangen mit dem Kescher der zum Teil recht prächtigen Karpfen gut voran. Auch little Max war voll bei der Sache:“Ich habe meinen ersten Karpfen“, war lautstark von ihm zu hören.
Mit frischem Wasser abgespült, kamen die schlachtreifen Exemplare bis zur weiteren Verwendung in einen großen Bottich. Auch alle Anderen mussten vorübergehend den gewohnten Lebensraum verlassen. Anschließend wurde der Teich von Schlamm und allem, was nicht rein gehört, gesäubert. Jetzt muss er trocknen. Wie lange das dauert,  ist in starkem Maße vom Wetter abhängig. Danach wird Gerd Heinitz die Risse, die sich an den verschiedensten Stellen gebildet haben, verspachteln, ehe wieder frisches Wasser zugelassen werden kann. Dann kommen alle nicht verwertbaren Fische wieder in den Teich. Und schließlich genießen dann auch die Enten wieder die Sommerfrische.

Wie wir inzwischen aus der Vergangenheit wissen, betreibt Heinitz die Fischzucht im Dorfteich nicht ausschließlich zum eigenen Nutzen. Einen Großsteil des Erlösen spendet er regelmäßig dem örtliche Kindergarten.

Wetterrückschau

Elvira Zupan misst den Niederschlag

Elvira Zupan misst den Niederschlag

Hier sind wieder die Messergebnisse der Niederschläge der letzten zwei Monate, täglich aufgenommen und zusammengestellt von Elvira Zupan:

Im Januar hatten wir 29,7 l / m²; der Monat war zu warm.

Im Februar waren es 8,4 l / m²; damit war der Monat zu trocken und zu warm.

Vielen Dank, Frau Zupan

Noch einmal Bahnhof

Aufgrund unseres Artikels „Schandfleck Bahnhof“ sind uns aus zuverlässiger Quelle neue Hinweise zugegangen. Danach sind die bisherigen Informationen, die größtenteils auf einem Artikel der LVZ vom 30. November 2012 beruhen, nicht zutreffend. Dort war zu lesen, dass bei einer Versteigerungsaktion der Bahn eine Person aus dem Fürstentum Liechtenstein den Zuschlag für 6000,00 € erhalten habe.

Richtig ist, dass die Bahn das Gebäude bereits Ende der 1990er Jahre verkauft hat und von dieser Seite die Versteigerung veranlasst wurde. Des Weiteren ist die Immobilie nicht nach Liechtenstein gegangen, sondern an einen Herrn Karl-Leo Spettmann aus Lichtenstein bei Zwickau.

Wie in Focus ONLINE zu lesen ist, handelt es sich dabei um eine Person mit besonderem Hobby. Zitat Focus: „Karl-Leo Spettmann hat eine Leidenschaft: Er kauft Häuser, vermarktet sie und verkauft sie weiter. Das wäre nicht sonderlich spektakulär, würde es sich dabei um ganz normale Immobilien handeln. Doch Spettmann, im Hauptberuf Schlosser, hat sich spezialisiert: auf Bruchbuden. Der Reiz daran? „Der Reiz des Wahnsinns“, sagt er. „Andere Leute reisen in den Urwald, ich kaufe mir eben solche Häuser.“

Das mag man beurteilen, wie man will. Tatsache ist, dass das Bahnhofsgebäude im Eigentum Spettmanns erst zu dem heruntergekommenen Objekt geworden ist, wie man es heute zum Ärger der gesamten Dorfbevölkerung jeden Tag ansehen muss (siehe Fotos zu diesem und zum Artikel „Schandfleck Bahnhof“).

Entgegen anders lautender Ansichten sind wir nach wie vor der Meinung, dass der Bahn, beziehungsweise deren zuständiger Betriebsabteilung, diese Tatsachen nicht gleichgültig sein können, auch wenn sie juristisch gesehen längst nichts mehr damit zu tun hat. Die Deutsche Bahn ist eines der größten Unternehmen in der Bundesrepublik und hat, weiß Gott, schon ganz andere Dinge in die Gänge gebracht. Ein wenig Druck an der richtigen Stelle könnte auch hier etwas bewirken.

Es ist nicht einfach, ein solches Gebäude zu vermarkten. In Großsteinberg hatte man das außerordentlich seltene Glück, dass ein ausgewiesener Bahn-Freak dieses Gebäude als Wohnhaus für sich und seine Familie nutzen wollte. Wie man hören konnte, wurde von ihm als Kaufpreis ein Vielfaches der Versteigerungssumme verlangt. An welchen Details der Kauf schließlich gescheitert ist, ist gegenwärtig nicht bekannt. Wie auch immer die Dinge sich entwickeln, so kann es mit diesem Gebäude nicht weiter gehen. Inzwischen von Assozialen zeitweise als Unterschlupf genutzt, ist es auch zu einer Gefahrenquelle geworden.

 

 

Schandfleck Bahnhof

Deutschland sucht den Superschandfleck? In Großsteinberg finden Sie ihn.
Unser Dörfchen ist eigentlich bis auf wenige Ausnahmen ein sauberer und ordentlicher Ort, in dem sich’s leben lässt. Doch kommt man am mittendrin gelegenen Bahnhof vorbei, wird man stets aufs Neue schockiert, wenn man sieht, was aus diesem bisher so gut erhaltenen Gebäude von zumindest historischem Wert geworden ist. Die Bahn hat ihre Höfe versteigert. Nun interessiert es sie nicht mehr, wie diese inzwischen aussehen. Das Geld ist wohl bezahlt. In welchem Umfeld sich die Reisenden bewegen, ist egal, denn auch die Fahrkarte ist ja bezahlt.
Wenn auch, wie dem Vernehmen nach, der Eigentümer im Falle Großsteinberg im Ausland (Fürstentum Liechtenstein) sitzt, so gilt hier immer noch deutsches Recht. Und schon im Grundgesetz Artikel 14 (2) steht zu lesen „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ Wer setzt das eigentlich durch? Ein ernsthafter Interessent ist nicht zum Zuge gekommen – war wohl zu wenig Profit? Das Wohl der Allgemeinheit jedenfalls ist bisher komplett auf der Strecke geblieben. Wie gesagt, von der Bahn ist nichts zu erwarten, geht man doch auch dort nicht gerade mit Feingefühl zu Werke. Die alten Bahnhofsuhren, jahrzehntelang Hingucker für Reisende und Passanten, wurden abmontiert. Die Reste stehen nun wie amputierte Stumpel in der Landschaft. Vermutlich stehen sie so noch lange, bis sie mal im Wege sind, oder von selbst umfallen.
Mein Gott, sind das Zustände.

Christbaum-Entsorgung in der Gemeinde Parthenstein

Wie alle Jahre werden auch in diesem Jahr nach dem 6. Januar die Weihnachtsbäume eingesammelt.
Reinhard Frieß erledigt das mit seinem kleinen Alleskönner. Unterstützt wird er diesmal von Reiner Schütze, der die stachlige Fracht auf der Ladefläche verstaut. Ist die Fuhre voll, geht es zur Firma Ulrich Altner in die Grethener Straße zur Entsorgung. Einige allerdings bleiben der Feuerwehr vorbehalten, damit auch 2014 wieder ein Osterfeuer brennen kann.IMG_8676 IMG_8680