Steinbruch forciert Bahnverladung

In den ersten Jahren nach der 89er Revolution und der Wiedervereinigung transportierte der Steinbruch seine Produktion vor allem per LKW zum Kunden. Das Dorf Großsteinberg hat es leidvoll erlebt. Allmählich trat wieder ein Wandel ein. Heute liefern die Sächsischen Quarz-Porphyrwerke GmbH etwa 50% über den Schienenweg aus. Zwei Ganzzüge verlassen täglich das Werk. Das bringt allerdings auch Probleme, so Betriebsleiter Christian Beier. Zur Zeit können nur zwei Züge auf den Gleisanlagen des Werkes gestellt werden. Sobald der Fahrplan z. B. wetterbedingt, aber auch aus anderen Gründen, nicht auf den Punkt eingehalten werden kann, wird es schwierig. Deshalb hat sich die Firmenleitung entschlossen, die Trasse in gerader, etwa nördlicher Richtung soweit zu verlängern, dass man weitere zwei Züge stellen kann. Damit schafft man sich genügend Reserve. Je mehr Bahnverladung, desto weniger LKW durch Großsteinberg. Das hören auch die Einwohner gern. Um aber für die neue Gleisanlage eine entsprechende Fläche auf gleichem Niveau zu schaffen, muss die alte Halde, die schon über Jahrzehnte liegt, abgetragen werden. Da ist man gegenwärtig dabei. Einen Teil des Materials verbaute man im Schutzwall, der sich Richtung Süden parallel zum  Beiersdorfer Weg hinzieht. Ein weiterer Teil dient der Renaturierung des südlichen Endes des Bruches. Auch hier laufen bereits die Arbeiten. Im Zuge der Gleisverlängerung werden die Beschickungseinrichtungen für die Waggons neu konzipiert. Damit optimiert man innerbetriebliche Transporte.Mittels neuer Silos schafft man sich Puffermöglichkeiten. 

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