In der LVZ entdeckt


Großsteinberg erhält neues Wohngebiet

Bauherr hat bereits mit Erschließung begonnen

VON FRANK PFEIFER

PARTHENSTEIN/GROßSTEINBERG. Ein neues Wohngebiet soll am Ortsausgang von Großsteinberg in Richtung Klinga entstehen. Die rund 5000 Quadratmeter große Fläche bietet Platz für sechs Einfamilienhäuser.

Begonnen hat schon die Erschließung, obwohl noch ein letzter Gemeinderatsbeschluss fehlt. „Weil es sich um ein Außengebiet handelt, mussten wir einen Bebauungsplan aufstellen“, erläutert Bürgermeister Jürgen Kretschel (parteilos). „Die Träger öffentlicher Belange wurden gehört, ein wesentlicher Hinweis kam vom Landesamt

für Straßenbau und Verkehr.“ Die Behörde hatte verlangt, die Straße im Gebiet so anzulegen, dass sie ein dreiachsiges Müllfahrzeug befahren kann. „Dies wurde in die Planung aufgenommen“, versichert Kretschel.

Er hofft, dass am 13. Dezember alle Unterlagen im Gemeindeamt vorliegen, sodass der Rat am Abend die Satzung für das Wohngebiet beschließen kann.

Sobald sie bekannt gemacht ist, kann laut Bürgermeister gebaut werden. Eine Hausaufgabe hat er aber noch für

den Investor, die BGS Bauherren Grundstücksservice GmbH aus Leipzig, die bereits damit begonnen hat, sämtliche Medien anzubinden. „Wir wollen von dem Unternehmen eine Bürgschaft über die Kosten der Erschließung“, fordert er. „Diese ist nötig, sollte der Bauherr zwischendurch in Konkurs gehen.“ Eine normale

Bedingung, die so auch in anderen Kommunen und gegenüber anderen Firmen gestellt wird. Mit dem Geld aus der Bürgschaft könnte die Gemeinde im Fall der Fälle die Erschließung vollenden. Ohne die Garantie wäre sie in der Pflicht, die Kosten selber zu tragen, weil sie das Baurecht erteilt hat. Freie Grundstücke gibt es laut BGS

nicht mehr im Gelände. „Alle sind vergeben“, hieß es von der Firma auf Anfrage.

Volkstrauertag 2018

Tina Lochmann begleitet mit Ihrer Trompete

Turnusmäßig fand die diesjährige Gedenkveranstaltung der Gemeinde Parthenstein zum Volkstrauertag an der Klingaer Kirche statt.

Obwohl der Termin aus technisch-organisatorischen Gründen nicht in der Kommunalrundschau zu finden war, hatten sich doch mehr Teilnehmer eingefunden, als in den Jahren zuvor. Und das hat alle Beteiligten gefreut. Man ist ja bescheiden geworden. Bei etwa 3500 Einwohnern wären einhundert nicht zu viel.

Pfarrer Norbert George, der die Gedenkfeier eröffnete, ging speziell auf das Mitgefühl ein. Wer sich sein Mitgefühl für seine Mitmenschen bewahrt, kann nicht töten. Dessen sollte man sich bewusst sein. Er trug eine Episode vor, in der ein Gestellungsbefehl (Befehl zur Teilnahme am Kriegsdienst) überbracht wird – eine geschäftsmäßige Handlung wie viele andere auch, doch mit unvorstellbaren Konsequenzen.

Im Anschluss ergriff Bürgermeister Jürgen Kretschel das Wort. Dass wir in diesem Jahr das einhundertste Jahr nach Ende des I. Weltkrieges begehen, war für ihn Anlass, auf die Entwicklung in dieser Zeit einzugehen. Obwohl dieser Weltkrieg, wie er damals genannt wurde – es gab ja noch keinen zweiten – unvorstellbares Leid über die Menschen brachte, dauerte es nur wenige Jahre, bis erneut ein Weltkrieg ausbrach, der nunmehr II., der noch um vieles schrecklicher war. Seit dessen Ende gab und gibt es noch viele Kriege und kriegerische Konflikte, selbst vor unsere Haustür. Wir können das Glück kaum ermessen, dass wir so lange Zeit verschont geblieben sind. Die Älteren wissen aus eigener Erfahrung, wie nahe wir während der Kubakrise an einem III. Weltkrieg, diesmal einem Atomkrieg, vorbeigeschrammt sind. Es ist kein Geschenk von irgendwo her, dass wir bisher in Frieden leben können. Viele verantwortungsvolle, besonnene Menschen haben dafür gearbeitet. Und es wird weiterhin dieses Einsatzes bedürfen, damit auch unsere Zukunft friedlich bleibt.

Bernd Kupfer hat auch in diesem Jahr die Gelegenheit genutzt darauf hinzuweisen, dass es in Klinga noch keinen würdigen Platz zur Erinnerung an die Toten und Vermissten des letzten Weltkrieges gibt. Bürgermeister Kretschel hat dieses Anliegen zur Kenntnis genommen.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Tina Lochmann aus Pomßen mit ihrer Trompete. Fotos: Rolf Langhof

 

Niederschläge

Elvira Zupan misst den Niederschlag (Foto: R. Langhof)

Elvira Zupan, die schon seit Jahren akribisch die in Großsteinberg gefallenen Niederschläge misst, hat wieder die Ergebnisse der letzten beiden Monate vorgelegt.
Sie sehen wie folgt aus:

September 2018           43,1 l/m²

Oktober 2018                17,3 l/m²

Wir danken Frau Zupan für ihre zuverlässige Arbeit. 

Wer kann helfen?

Gesucht wird/werden ein oder mehrere Fachleute, die in der Lage sind, das unten abgebildete Flügelrad zu identifizieren und einem Gerät zuzuordnen.

Informationen, soweit sie vorliegen:

  • das Material besteht aus einer Aluminiumlegierung
  • der Durchmesser beträgt ca. 80 cm
  • gefunden wurde es etwa 1943 auf einem Großsteinberger Acker
  • wiederentdeckt wurde es dieser Tage bei Aufräumarbeiten in einem ehemaligen Bauernhof

Hilfreiche Informationen werden gern entgegengenommen unter chronik@steynberc.de

Für Ihre Bemühungen schon jetzt recht herzlichen Dank.

Rolf Langhof

Ortschronist von Großsteinberg
Ortsteil der Gemeinde Parthenstein

Foto: Rolf Langhof

80 Jahre Freiwillige Feuerwehr in Großsteinberg

Der Termin liegt zwar im Dezember, doch was machen bei 8o Jahren schon ein paar Monate für einen Unterschied. Die Kameraden dachten sich offenbar, schlechtes Wetter haben wir bei Veranstaltungen schon genug gehabt, feiern wir also im Sommer.

Seit einiger Zeit vollzieht sich eine neue Entwicklung in der Truppe. Förderverein und Feuerwehrfrauen und –männer möchten ihre Wahrnehmung in der Bevölkerung verbessern und erhöhen. Was sie in Ausbildung und Einsätzen leisten, verdient ohnehin hohe Anerkennung. Doch man möchte mehr. Man möchte auch als ein Aspekt im Gemeindeleben gesehen werden.
So wollten die Aktiven in Verein und Truppe auch die Geburtstagsfeier nutzen, um dem gesteckten Ziel näher zu kommen. Mathias Luft und Sebastian Thiel und mit ihnen noch einige andere haben einen hohen Aufwand betrieben, um dieses Fest vorzubereiten. Viele Bittgänge waren nötig, um das Geld, ohne das so etwas nun mal nicht geht, zusammen zu bringen. Tausend kleine Dinge sind im Vorfeld zu tun, die die Öffentlichkeit nicht sieht, nicht sehen kann.  
Profitiert haben die Kameraden von der Unterstützung durch die Kolleginnen und Kollegen aus der Gemeinde und der Region. Bereitschaft dazu sowie der Zusammenhalt sind vorhanden. Und so konnte ein Festzug zusammengestellt werden der sehenswert war.
Der jetzige Leiter der Großsteinberger Feuerwehr, Sebastian Thiel, hielt beim Appell eine Ansprache an seine Mannschaft, Bürgermeister Jürgen Kretschel nahm nach seiner Begrüßungsansprache noch einige Auszeichnungen vor. Als Gastredner war der Beigeordnete des Landrates Gerald Lehne anwesend. Er hob besonders die Bedeutung des Ehrenamtes hervor und schließlich fand auch Gemeindewehrleiter Sven Medicke die passenden Worte, um Frauen und Männer weiterhin für ihre selbst gewählte Aufgabe zu motivieren. 
Für ein Nachmittags- und Abendprogramm war von den Verantwortlichen gesorgt worden. Die gnadenlose Tropenhitze wird tagsüber so manch einen davon abgehalten haben, die Veranstaltung zu besuchen. Auch das Seefest spielte nicht gerade in die Karten der Feuerwehr. Ein paar mehr Besucher hätten die Geburtstagskinder aber schon verdient gehabt.
Wir wünschen der Großsteinberger Feuerwehr auf dem eingeschlagenen Weg viel Erfolg und wachsenden Zuspruch durch die Bevölkerung. Vielleicht interessiert sich doch die eine oder der andere im jugendlichen Alter für die vielfältigen Aufgaben bei der Feuerwehr. Erkundigen Sie sich als Eltern bei Sebastian Thiel oder natürlich auch bei der Gemeindeverwaltung. Dort wird man Ihnen weiter helfen.

Fotos: Monika und Rolf Langhof; Fotos vom Ballonglühen: Mathias Luft