Ulrich Altner, der Chef der Firma Ulrich Altner – Landschaftspflege und Kommunalarbeiten, bot dem Ortschronisten von Großsteinberg einen kostenlosen Hubschrauber-Rundflug über die Hochwasser-Gebiete in unserer Region an. Rolf Langhof ließ sich nicht zweimal bitten. So flogen beide am Vormittag des 4. Juni los. Langhof hatte seine Fotoausrüstung dabei und während des eineinhalbstündigen Fluges die Hand ständig am Auslöser. Waren auch die Fotobedingungen nicht optimal, fotografieren durch leicht getöntes Plexiglas bei regnerischem Wetter, so zeigen die Bilder doch einiges von dem, was das Wasser in kurzer Zeit angerichtet hat.
Der Flug begleitete zuerst den Lauf der Clade, anschließend der Parthe bis zum Autobahndreieck Parthenaue und danach die Mulde bis zum Zusammenfluss bei Sermuth.
Die Bilder sprechen für sich.
Archiv der Kategorie: Allgemein
Radwegbrücke in der Grethener Straße unter Wasser?
Von Straßenpassanten kam heute die Meldung, dass die neu errichtete Radwegbrücke in der Grethener Straße überflutet sei. Das war aber nur scheinbar der Fall. Weil vom angrenzenden Feld für keinerlei Abflussmöglichkeit in die Clade gesorgt ist, läuft bei starkem, lang anhaltendem Regen wie in den letzten Tagen die in Brückennähe befindliche Senke voll. Schließlich läuft sie über und ergießt sich, dem Gefälle folgend, auf den Radweg und über die Brücke. Radweg und Brücke stehen unter Wasser und sind unpassierbar. Unter der Brücke fließt der Bach mit reichlich Luft nach oben ungehindert durch. Arbeiter der Straßenmeisterei legten einen provisorischen Kanal vom Wasser auf dem Weg zum Bach an und die Brücke war sofort wieder frei. Um diese Situation in Zukunft zu verhindern, müsste eine Wasserableitung von der Senke in den Bach geschaffen werden. Doch das wird wohl nicht geschehen, frei nach dem Motto, „Was kümmern uns die Fußgänger und Radfahrer, wenn wir nur mit unseren Maschinen freie Fahrt haben“.

Regen, Regen, Regen und die Folgen
Die letzte Nacht war besonders unfreundlich – Sturm, Regen und kalt dazu. Richtige Weltuntergangsstimmung. Einwohner, die in enger Nachbarschaft mit dem Cladegraben leben, sehen das mit Sorge. Auch heute waren wieder einige an der Brücke in der Pomßener Straße und überzeugten sich vom Stand der Dinge. Noch ist Luft nach oben. Immerhin hatten wir in den letzten 30 Tagen 168 l/m², davon in den letzten 24 Std. 30,2 l/m² Niederschläge. Und es regnet noch. Das Wasser hat noch genügend Durchfluss. Doch lange sollte es mit dem Wetter nicht so weitergehen. Dann wird es eng. Wenn aber, wie geschehen geäußert wird, es werde ja nichts gemacht, so geht das an der Wirklichkeit meilenweit vorbei. Gerade in den letzten Tagen wurden die von Grund auf neu gebaute Straßen- und die Radwegbrücke in der Grethener Straße in Dienst gestellt. Das kostete richtig viel Geld. Auch die Brücke in der Pomßener Straße ist erneuert. Das war ebenfalls nicht kostenfrei. Vor etwas längerer Zeit, doch immer noch wirksam, wurde die Clade von der Lindhardt her ausgebaggert. Das Wasser fließt problemlos ab. Wenn es jedoch einen Garten arg in Mitleidenschaft zieht, weil zuvor eine private Brückenausfahrt den Bach ab einer gewissen Höhe anstaut, wenn die Bachufer wild bepflanzt werden und dadurch der normale Abfluss behindert wird, ist das zunächst den Verursachern anzulasten.
Ein Problem bildet die Brücke, die in Richtung Sportplatz hinter den Gärten den Wasserlauf in Extremsituationen behindert. Wie sieht eigentlich die Rechtssituation dort aus? Diese Brücke führt direkt auf ein Feldstück der Familie Pluntke, wurde aber zu DDR-Zeiten von der Wasserwirtschaft im Zusammenhang mit dem Kanalbau errichtet. Dieser ist inzwischen wieder verfüllt, die Brücke gibt es aber noch. Als Weg für den hinteren Zugang zu den Gärten existiert lediglich ein etwa 1 m breiter Streifen zwischen Pluntkes Feld und hinterer Gartengrenze – eine schlechte Ausgangslage für eine vernünftige Lösung. Ein durch die Brücke verursachter Stau beeinflusst jedoch den Abfluss des Regenwassers aus der Kanalisation, die kurz hinter der Brücke in den Graben mündet.
Hoffen wir fürs Erste, dass der Regen endlich aufhört und den Anwohnern größerer Ärger erspart bleibt.
Clade mit viel Wasser
Die Anwohner in der Pomßener Straße schauen schon mal zur Brücke um zu sehen, wie viel Luft nach oben denn noch ist. Viel ist es nicht mehr. und man hofft, das es doch nicht so schlimm kommen möge, wie gemeldet. Ob auf den Feldern hinter den Siedlungshäusern ebenfalls wieder Wasser steht, ist aufgrund des stehenden Getreides nicht zu sehen. Beim letzten Hochwasser hatte ja gerade dieses viel Schaden angerichtet.
Anders sieht es in der Grethener Straße aus. Die neu errichteten Brücken sowohl über die Straße als auch über den Radweg überspannen ein verbreitertes Bachbett. Damit wird der Durchfluss beruhigt und in die Breite gezogen. Es ist kaum vorstellbar, dass jemals der Wasserspiegel bis an die Unterkante der Brücke reicht.
Dorfgemeinschaftszentrum Alte Schule komplett
Als weiterer Bewohner des DGZ zieht künftig der Ortschronist ein. Der geräumige Bodenraum über der ehemaligen Arnhold-Wohnung wird entsprechend hergerichtet. Den größten Anteil haben wohl die Malerarbeiten. Die Firma Gerd Heinitz ist bereits aktiv. Die Firma Lochmann wird die Holzbalken verkleiden und von der Firma Köcher werden Steckdosen und Lampen installiert. Gerd Heinitz verlegt auch einen zweckdienlichen Fußbodenbelag.
Damit werden für die Arbeit an der Ortschronik und deren Archivierung sehr gute Bedingungen geschaffen.
Mit Heimatverein und Ortschronik ist die Nutzung des Komplexes Alte Schule geradezu optimal.




